Wissen ist etwas, das man in den Kopf bekommen muss, sei es in den eigenen oder den eines anderen, es wird hineingepackt, reingestopft oder auch eingeflößt, wenn nicht gar eingetrichtert [1]. Soll dieses Wissen genutzt werden, so wird es wieder herauf- oder gar herausgeholt. Diesen Metaphern liegt das bereits in der Einleitung angesprochene Konzept DER KOPF IST EIN BEHÄLTER; IN DEN WISSEN GEFÜLLT WERDEN MUSS zu Grunde. Lernen vollzieht sich demnach als "Aufnahme" des "Gegenstandes" Wissen und ist somit von den beteiligten Personen und ihren Handlungen losgelöst. Wenn die zu lernenden Dinge als unabhängige Entitäten existieren, impliziert dies, dass es eine Autorität gibt, die die Auswahl der zu vermittelnden Inhalte übernimmt und deren Reihenfolge bestimmt. Ausdrücke wie einflößen oder eintrichtern legen nahe, dass dies auf Seiten der Lehrenden geschieht, wobei auch sie diese Entscheidung nicht ausschließlich aus freien Stücken treffen, wie ein Lehrer betont: [weiterlesen]
-
Stichworte: einflößen, inhalieren, eingetrichtert, eintrichtern, aus sich herauszukommen, bekommen, wollen