So überschreibt Rosenberg (2005) ein Kapitel in seinem Buch zur Gewaltfreien Kommunikation (S. 48). Gemeint ist hier die Fähigkeit, zwischen Beobachtung und Bewertung zu unterscheiden und dies auch in Kommunikationsprozessen anzuwenden. Für ihn ist diese Fähigkeit Grundbedingung einer wertschätzenden und lebendigen, dabei aber auch selbstverantwortlichen Kommunikation. Rosenberg formuliert drei Grundtypen lebensentfremdender Kommunikation: Moralische Urteile - Hierzu gehören [...] [weiterlesen]
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Stichworte: Kommunikation, Beobachtung, Gewohnheit, Moral, Rosenberg, beobachten, Urteil
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Ich stehe in einem Claub am Rande der Tanzfläche und beobachte die um mich stehenden Leute. Dabei gehen mir Gedanken durch den Kopf wie : "Hej, der Typ hat richtig Spaß beim Tanzen", "Das Paar da vorne scheint sich gerade ziemlich zu streiten" oder "Oh, was für ein aufregendes Kleid!". Spätestens hier wäre ich nach kurzem Nachdenken mit meiner eigenen Tätigkeitsbeschreibung nicht mehr einverstanden, denn meine Gedanken gehen weit über eine "einfache" Beobachtung hinaus. "Einfache Beobachtung" meint hier eine wert- und interpretationsfreie Beschreibung einer Situation, wobei ich selbst immer wieder bemerke, dass dies alles andere als einfach ist. Doch wenn es keine Beobachtung ist, was ist es dann? [weiterlesen]
Stichworte: interpretieren, Beobachtung, Zusammenhang, Interpretation, Interaktion, Situation, Reduktion
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In der Psychologie ist Lernen eins der zentralen Themen. Aber die Frage, was gelernt wird (oder werden soll) und wie dies geschieht, bleibt keineswegs auf die Psychologie beschränkt: Letztlich finden sich Diskussionen hierzu in vielen benachbarten Disziplinen, natürlich in der Pädagogik, aber ebenso in der Soziologie und der Philosophie. Mit Zunahme der technischen Möglichkeiten in der Gehirnforschung liefern auch die Neurowissenschaften verstärkt Beiträge zum Thema. Jede wissenschaftliche Disziplin, die Lernprozesse untersuchen möchte, kommt jedoch früher oder später in die Verlegenheit, zunächst den Begriff des Lernens definieren zu müssen. Je nach Blickwinkel und theoretischer Ausrichtung weisen diese Definitionen eine erstaunliche Vielfalt an notwendigen Bedingungen auf, also an Merkmalen, die zwingend vorliegen müssen, damit etwas im Sinne der Definition als "Lernen" gelten kann.[1] Aber Definitionen - und seien sie noch so variantenreich - beleuchten nicht nur, sie begrenzen auch. Wenn ich Lernen z. B. psychologisch als Verhaltensänderung aufgrund bewusst gemachter Erfahrungen definiere, schließe ich damit un- und vorbewusste Prozesse aus. Doch wenn ich diese ausschließe, müsste ich nicht ersteinmal das eine vom anderen abgrenzen, damit ich wirklich weiß, auf welche Erfahrungen ich mich beziehe? Und bin ich dann noch beim Thema Lernen?[2] [weiterlesen]
Stichworte: Wissenschaft, Psychologie, Interaktion, Diskussion, Metaphorik, Grundannahme, Definition