In eine völlig andere Richtung geht die folgende Metaphorik, nach der es Aufgabe des Lehrenden ist, bei seinen Schülern Wissen zu säen, um ihnen letztlich etwas ins Gehirn zu pflanzen. Ähnlich eines Gärtners schafft er z. B. ein entspanntes Klima, in dem Lernen gedeihen kann oder bereitet den "Nährboden für Spaß an Wissen und Lust am Lernen" (Miketta-Haak 2004, S. 13). Nicht nur der Lehrende, sondern alle an der Erziehung Beteiligten sollen möglichst – ähnlich der Atmosphäre in einem Treibhaus - eine Bildungsatmosphäre schaffen, in der "Wissensdurst, Konzentrationsfähigkeit und Erfolg gedeihen" können (ebd.). Dazu gehört, vielleicht schon im Kindergarten den Boden zu bereiten für künftige Entwicklungen, so dass auch spätere Inhalte auf fruchtbaren Boden fallen können, damit die Anstrengungen des Lehrers mit der Zeit Früchte tragen. Gerade bei auf den ersten Blick nicht als so spannend erscheinenden Inhalten ist das aufkeimende Interesse ein Pflänzchen, das gehegt und gepflegt werden muss, das aber manchmal auch seltsame Blüten treiben kann. Unter guter Pflege wächst Wissen und gedeiht. Das Wort Seminar verweist ebenfalls auf diesen Zusammenhang, aus dem Lateinischen abgeleitet bedeutet es so viel wie "Pflanzstätte".[1] [weiterlesen]
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Stichworte: Metapher, entspanntes Klima, gepflegt, gehegt, Metaphernanalyse, Wissen säen, gedeihen